Mathias Dambacher, 29.06.2022

How does this … become this?!

Als ich mit meinem Projekt vom eigenen Buch gestartet habe, wusste ich zu Beginn gar nicht, wo ich anfangen sollte.

Ich meine … wie schreibt man ein Buch? Wie entwirft man eine ganze Welt? Und wie kommt es dazu, dass es am Ende auch noch so aussieht wie es aussehen soll?!

-STOP-

An dieser Stelle ist zu sagen, dass das zum damaligen Zeitpunkt vollkommen berechtigte Fragen von mir waren, aber wie sich unschwer erkennen lässt, sind das mehrere Frage zum großen Topic „Buch“.

Was würdest du dir denken, wenn ich dir sage, dass du diesen Berg erklimmen musst?

(Bild 1 -Slider auf der rechten Seite)

Kurz Schnappatmung bekommen? Bei mir wäre das der Fall!

Ganz anders sieht das aber aus, wenn ich dir davor zeige, dass der Weg dorthin so aussieht.

(Bild 2 – Slider auf der linken Seite)

Auf dem Weg selber können viele Aufgaben auf einen warten, gerade, wenn man etwas zum ersten Mal macht. Aber das muss nicht heißen, dass ein Ziel nicht zu erreichen ist – oder gar, dass man den Weg alleine bewältigen muss. Man hat Zeit, sich über alles zu informieren, zu üben und notfalls nachzubessern. Und vor allem kann man sich auf seinem Weg von Freunden begleiten lassen (Hund 😍 – ja, ich bin ein Hundemensch, wenn du es bis jetzt nicht wusstest).

Doch wie komme ich auf den Weg?

Step by Step

Wie man überhaupt den Einstieg in seine Buchidee machen kann, habe ich in einem meiner früheren Posts bereits angeschnitten – ich habe es mit der Snowflake-Method geschafft – doch wie macht man weiter?

Du wirst mich jetzt sicher hassen, aber die Wahrheit ist – Übung!

Ich weiß, ich weiß, niemand hört das gerne, aber so ist eben nunmal. Du kannst deine Geschichte plotten (den Handlungsstrang der Geschichte vordefinieren), die Charaktere entwerfen, Schreib-Workshops besuchen, aber irgendwann musst du anfangen zu schreiben!

Irgendwann musst du deine Gedanken zu Papier bringen. Genau so habe ich damals angefangen. Hinsetzen, den Film im Kopf anlaufen lassen und hinschreiben, was du „siehst“. Das war bei mir bei weitem kein Meisterwerk, aber es stand etwas auf (digitalem) Papier.

Es gibt vieles, womit man als Autor zu kämpfen hat – Schreibblockaden, die Suche nach den passenden (und manchmal nicht existenten Wörtern), Bildern zur eigenen Inspiration – aber die Angst davor, etwas Schlechtes zu schreiben, sollte es nicht sein.

Viel wichtiger ist es, dass du diesen Weg nicht alleine beschreitest. Auf keinen Fall alleine! Auch wenn man das gerne denkt – Autoren sitzen nicht alleine zuhause im dunklen Zimmer und schreiben den nächsten Bestseller – zumindest ich nicht.

Ich hatte das Glück von der ersten Seite an mit meiner Lektorin (und Ehefrau) zusammenarbeiten zu können. Ich habe mit ihr meine Ideen besprochen, die Story weiterentwickelt und vor allem bin ich von ihr kritisiert worden.

Nur falls es dir nicht aufgefallen sein sollte, das ist etwas Gutes 😉!

-KONSTRUKTIVE KRITIK-

Das ist mein Zauberwort!

Wie du auf den Bildern erkennen kannst, sah meine Erstfassung nach der Korrektur durch meine Lektorin nicht hübsch, nicht edel oder gar veröffentlichungsreif aus 😂! Aber das ist genau, wovon ich rede!

Mit konstruktiver Kritik meine ich niemanden, der dir deine Arbeit kaputtreden will, niemanden, der alles besser weiß oder deine Arbeit nicht zu würdigen weiß. Such dir Unterstützung von jemandem, der dir wirklich helfen will – jemanden, der sich nicht zu schade ist, dir zu sagen WAS ihn an deiner Geschichte stört und WARUM und mit dem du daran arbeiten kannst, um es zu VERBESSERN.

Trust the Process

Wie kommt man also auf den Weg, zum ersten Entwurf, um seiner Geschichte Leben einzuhauchen?

Es ist ein langer Weg und viel Arbeit, soviel kann gesagt sein. Aber es ist auch eine Arbeit, die Spaß macht, die einen selbst und nicht zuletzt dich als Leser begeistern kann und soll!

Als Autor geht man diesen Weg nicht alleine, sondern eine lebendige Welt entsteht, wie auch in der Realität, immer im Austausch mit Anderen.